Mittwoch, 18.07.2012

Die beiden Bartgeierweibchen Gallus und Bernd sind nun also schon fast selbständig und unternehmen immer grössere Streifzüge über das Calfeisental hinaus. Wahrscheinlich werden sie während der nächsten paar Wochen noch im Sarganserland unterwegs sein.

Mit dem heutigen Tag beenden wir die diesjährige Überwachungssaison und werden den Beobachtungsposten nur noch sporadisch auf-suchen. Falls Sie einen Bartgeier beobachten können, sind wir sehr daran interessiert, davon zu erfahren: www.bartgeier.ch/meldung.

Dienstag, 17.07.2012

Auch die Füchse werden vom Futter, das für die Bartgeier ausgebracht wird, angelockt. Seit Bernd und Gallus nicht mehr regelmässig in der Auswilderungsnische Futter holen, können sie sich noch ausgiebiger daran gütlich tun.

Die warnenden Pfiffe der Murmeltiere haben mich auf diesen Fuchs (Bild) aufmerksam gemacht, der hinter dem Beobachtungsposten vorbeigeschlichen ist. Die Munggen haben diesmal gut aufgepasst und Reineke muss ohne Beute weiter ziehen.

Montag, 16.07.2012

Obwohl heute bestes Flugwetter geherrscht hat, haben wir weder Gallus noch Bernd vom Beobachtungsposten aus entdecken können. Immerhin ist Sardona am Morgen kurz vorbei geflogen.

Für Unterhaltung hat dafür diese Gruppe von Steinböcken gesorgt, die schon früh morgens am verschneiten Grat der Seex-Berge aufgetaucht ist und sich über längere Zeit wunderbar beobachten liess.

Sonntag, 15.07.2012

Auch der heutige Tag beginnt mit viel Nebel und Regen.
Plötzlich ertönt ein Warnpfiff eines Murmeltiers und macht uns auf einen grossen Vogel aufmerksam: Es ist Madagaskar, der durch den Nebel fliegt und dann länger über der Auswilderungsnische kreist. Schön, dass sich wiedermal ein Bartgeier zeigt und wir ihn beobachten können.

Samstag, 14.07.2012

Während nur rund fünf Minuten hatten wir heute etwas Sicht auf die Auswilderungsnische. Den Rest des Tages haben dicker Nebel und Regen jegliche Beobachtungen von Bartgeiern und anderen Wildtieren unmöglich gemacht.

Freitag, 13.07.2012

Nun hat auch Bernd das Calfeisental verlassen! Den ganzen Tag hat sich keines der beiden Bartgeierweibchen bei uns gezeigt. Dank der GPS-Sender wissen wir aber sehr genau, wo sich die beiden jeweils aufhalten. Der Sender ist auf dem Rücken des Jungvogels montiert, wie hier auf diesem Fotofallenbild gut zu erkennen ist.

Aktuell erkunden die Junggeier das benachbarte Weisstannental. Und bald schon werden sie ihre Streifzüge ausweiten. Vielleicht entdecken Sie die beiden auf einer Wanderung in der Region? Wir würden uns freuen, davon zu hören!

Donnerstag, 12.07.2012

Noch immer ist Bernd nicht ganz selbständig. Daher müssen wir weiterhin Futter für sie auslegen. Wir verfüttern Fallwild, das uns vom lokalen Wildhüter geliefert und netterweise fast bis zur Auswilderungsnische hinaufgetragen wird.
Sobald auch Bernd so wie Gallus Streifflüge in die weitere Umgebung unternimmt und selber Aas und Knochen findet, braucht es diesen Lieferdienst dann nicht mehr.

Mittwoch, 11.07.2012

Was am Morgen früh noch vielversprechend mit Sonne und blauem Himmel begonnen hatte, änderte sich schnell zu einem grauen, nebligen Tag. Genau richtig für diesen Alpensalamander, der sich nur bei Regen oder Nebel zeigt.
Für Bernd gab es heute anscheinend keinen Grund zum Fliegen. Wann immer sich der Nebel etwas lichtete und und wir einen Blick auf sie erhaschen konnten, sahen wir sie fressen oder neben dem Futter sitzen.

Dienstag, 10.07.2012

Bernd hat ihren heutigen Tag mit zwei kurzen Flügen zur Nahrungssuche gestartet. Dabei hat sie den Turmfalken in Aufregung versetzt, der den viel grösseren Vogel dann auch heftig attackierte.

Den Rest des Tages hat Bernd mit Fressen verbracht. Hüpfend und flügelschlagend wechselt sie jeweils zwischen den Futterbrocken (Bild) und lässt sich weder vom vorbeifliegenden Sardona noch vom Gewitter davon abhalten, weiter zu futtern.

Montag, 09.07.2012

Nicht nur Bartgeier, auch Turmfalken nutzen gutes Flugwetter zur Nahrungssuche. Diesen Turmfalken konnten wir in der Nähe des Beobachtungspostens bei der Jagd nach kleinen Beutetieren mitten in der Rinderherde beobachten.

Bernd hat am Morgen ausgiebig gefressen und ist dann am Nachmittag wiederholt entlang des Hornis gekreist. Gallus hingegen hat sich auch heute nicht gezeigt.